Desperado Wally Blount (Michael Madsen) hetzt Bewohner eines Dorfes gegen dessen Indianischen Nachbarn auf, weil er auf ihren heiligen Bergen einen Goldschatz vermutet. Der schweigsame Mashall Blueberry (Vincent Cassel), der einst von Indianern gesund gepflegt und mit schamanischen Grundwissen ausgestattet wurde, hat mit Wally noch eine besondere Rechnung offen...
KRITIK:
Ein drogenschwangerer Western mit Vincent Cassel, Michael Madsen und Juliette Lewis, inszeniert von Jan Kuonen, der mit Dobermann eines der unglaublichsten Actionspektakel aller Zeiten ablieferte. Das löste bei mir Vorfreude in der Größenordung der kolumbianischen Kokain-Jahresproduktion aus.
Doch wie so oft konnte der Film der überhohen Erwartungshaltung nicht ganz gerecht werden. Das fängt schon mal beim deutschen Titel an:
"Der Fluch der Dämonen" klingt doch ein bissi sehr kindisch. "Der mit dem Peyotekaktus tanzt" wäre wohl treffender gewesen, oder gleich "Fear and Loathing am Rio Bravo".
Wie erwartet quillt der Film förmlich über vor bizarren Drogenvisionen.
Die stammen allerdings aus dem CGI-Rechner und bleiben in ihrer Ästhetik irgendwo zwischen der Matrix und avancierten Goa-Rave-Visuals hängen.
Etwas weniger wäre hier sicher mehr gewesen.
Dennoch gibt es mehr als genug Gründe, sich Blueberry anzusehen: Die traumschönen Naturkulissen, die mir eine Gänsehaut nach der anderen über den Rücken jagten (und das lag sicher nicht am großzügig klimatisierten Kinosaal :-).
Die staubig-düstere, von Melancholie und stets präsenter Todesnähe geprägte Atmosphäre.
Die rasant gefilmten, blutigen Shootouts in der Filmmitte.
Und wenn euch das alles noch immer nicht überzeugt:
Kann ein Film schlecht sein, in dem es eine Unterwasser-Sexszene mit Juliette Lewis zu bestaunen gibt?


