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47 Meters Down

47 Meters Down

TIERHORROR: GB, 2017
Regie: Johannes Roberts
Darsteller: Mandy Moore, Claire Holt, Chris Johnson, Yani Gellman, Matthew Modine

STORY:

Die zwei Schwestern Lisa und Kate machen Urlaub in Mexiko. Blöd, dass Lisas Freund gerade Schluss gemacht hat und ihre Stimmung auf einem Tiefpunkt ist. Also entschließt sie sich ihren Ex zu beeindrucken. Gut, dass sie sich gerade mit den beiden Einheimischen Javier und Louis angefreudet haben, die den beiden ermöglichen mit weißen Haien in einem Käfig zu tauchen, um dem Verflossenen möglichst wagemutige Bilder zu schicken. Klingt doof? Ist es auch, vor allem wenn man das bei irgendwelchen zwielichtigen Anbietern mit mangelhafter Ausrüstung macht. Da kann schonmal das Stahlseil des Käfigs inklusive Verankerung reißen und man findet sich in 47 Metern Tiefe wieder.

KRITIK:


Wer macht da mit?

Vom britischen Horrorregisseur Johannes Roberts habe ich zuvor keinen Film gesehen, allerdings scheint er ja doch soviel Erfolg zu haben, dass er sich 2018 an eine Fortsetzung des durchaus unterhaltsamen Home-Invasion-Thrillers THE STRANGERS aus dem Jahr 2008 traut. Im Gegensatz zu seinem Film F - London Highschool-Massaker ist 47 METERS DOWN wohl ein Quantensprung, zumindest wenn man der Wertung von Kollege Djan Hajo vertraut. Altstar Matthew Modine (FULL METAL JACKET, STRANGER THINGS) spielt hier wohl auch nur zu Marketingzwecken mit, damit man zumindest einen bekannten Schauspieler im Cast hat, hat er doch eigentlich fast nur einen Kurzauftritt. Des weiteren besteht die karge Besetzung aus den im Gegensatz zu Modine eher unbekannteren beiden Schauspielerinnnen Claire Holt (VAMPIRE DIARIES, THE ORIGINALS) und Mandy Moore (THIS IS US, NUR MIT DIR).

Was kann der Film?

47 METERS DOWN ist ein minimalistischer Film. Die Anzahl der Figuren und Schauplätze ist stark begrenzt. Das hat ja schon bei THE SHALLOWS, THE REEF oder auch beim Tigerhorror BURNING BRIGHT wunderbar geklappt, um nur einige zu nennen. Aber mir ist 47 METERS DOWN zu minimalistisch, Haie gibts kaum zu sehen und wenn dann immer nur ziemlich kurz. Gut, es ist ein Low-Budget-Film. Trotzdem wären ein paar zusätzliche Szenen gut gewesen, so stellt sich die Frage ob der Film überhaupt ins Tierhorror-Genre einzuordnen ist. Die Gefahr durch die Haie ist zwar allgegenwärtig und auch durchaus logisch, hätte es aber nicht unbedingt gebraucht. Genug andere Bedrohungen gibt es ja zur Genüge in 47 Metern Tiefe. Kein Sauerstoff mehr in den Flaschen, Tiefenrausch bei zu langer Verweildauer in der Tiefe löst Halluzinationen aus oder die Gefahr eines schnellen Aufstieges, sprich Dekompressionskrankheit. Ansonsten ist der Film eigentlich schon durchwegs spannend. Man fühlt durchaus mit den Protagonisten, wenn ihnen die Atemluft ausgeht. Der Käfig ist hier Schutz und Gefängnis zugleich. Jeder Horrorfan weiß jedoch, dass man den Satz "Ich bin gleich wieder da!" in einem Horrorfilm nicht sagen darf. Einen Vergleich mit JAWS fange ich hier gar nicht erst an, der ist eine ganze Liga höher, besser gesagt sogar einige Ligen. Aber es gibt auch schlechtere Haifilme, z.B. DARK TIDE oder SHARK NIGHT 3D.

47 Meters down siedelt sich da eher im Mittelfeld an. Man muss jedoch klar sagen, dass der Film andere Qualitäten als die Haie hat. Die in England gedrehten Unterwasseraufnahmen sind generell gut gemacht, die Schauspieler liefern passable Darstellungen ab und die Logik der Handlungen bewegt sich in einem akzeptablen Bereich, da hab ich in dem Genre Tierhorror schon ganz anderes gesehen. In der ziemlich geradliningen Story gibt es zumindest gegen Ende doch noch eine kleine Wendung. Und anscheinend kam der Film doch so gut an, dass man für 2019 schon eine Fortsetzung geplant hat und, wer hätte es gedacht, sie hört auf den Titel 48 METERS DOWN.

47 Meters Down Bild 1
47 Meters Down Bild 2
47 Meters Down Bild 3
47 Meters Down Bild 4
47 Meters Down Bild 5
FAZIT:

Wer sollte sich den Film ansehen? Für einen kurzweiligen Horrorabend lohnt sich 47 METERS DOWN auf alle Fälle. Tierhorrorfans kommen hier nicht so ganz auf ihre Kosten, dafür bietet der Film zu magere Haikost. Für Horrorfans ok, ansonsten gibt es in diesem Genre genug andere bessere Alternativen.

WERTUNG: 5 von 10 Tiefenräuschen
Gastreview von Dominik Schreiter
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