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Beneath

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PSYCHOTHRILLER: USA/CAN, 2007
Regie: Dagen Merrill
Darsteller: Nora Zehetner, Matthew Settle, Jessica Amlee, Carly Pope, Don S. Davis

STORY:

Mit 14 Jahren verursachte Christy Wescot einen Autounfall, bei dem sie nur leicht, ihre geliebte Schwester und Erziehungsberechtigte Vanessa aber schwerst verletzt wird. Kurz darauf stirbt Vanessa und Christy wird ab da von schlimmen Visionen geplagt und kommt lange Jahre in psychiatrische Behandlung. Jahre später kommt sie in ihren Heimatort zurück. Anlass ist der Tod ihres Mentors, der Hausverwalter Joseph. Ihre Visionen kommen wieder, werden stärker und sie kommt zur fixen Idee, dass ihre Schwester seinerzeit lebendig begraben wurde und beginnt, Nachforschungen anzustellen. Von den Ortsbewohnern und vor allem ihrem Schwager "John", schlägt ihr tiefes Misstrauen entgegen. Einzig ihre Nichte Amy, die ihrerseits glaubt, von Monstern in Wänden bedroht zu werden, fasst Vertrauen zu Christy. Je mehr Christy nachforscht, desto offener werden die unbeantworteten Fragen. Und dann sind da noch ihre Visionen.

KRITIK:

Eins gleich vorweg. Ich warne vor dem Wikipedia-Eintrag, er ist ein einziger Spoiler, und das sollte man sich nicht antun, wenn man den Film genießen will.

Der Film firmiert nahezu überall unter der Einordnung "Horror", aber ich gebe da dem Lexikon des internationalen Films recht, das behauptet: "Clever entwickelter Thriller im Horror-Look, der seine Handlung immer neue Wendungen gibt."

Obwohl die USA als Herstellungsland gelistet ist, muss gesagt werden, dass Kanada nicht unbeteiligt war. Sei es durch Regisseur oder dem halben Darstellerstab, Location und was weiß ich allem. Und meine Erfahrung mit kanadischen Filmen hat mich gelehrt, dass die Kanadier eine ganz eigene schräge, aber auch raffinierte Herangehensweise haben, was auch dieser Film deutlich unterstreicht.

Was kann ich sonst noch berichten: Ein Cast, der größtenteils unbekannt ist. Wenn doch, dann am ehesten aus Fernsehwelten. Hier sei speziell der kurze Auftritt von Don S. Davis als Verwalter Joseph erwähnt. Die SchauspielerInnen sind sicher nicht erstklassig, aber brave Arbeiter, die sich auch keines größeren Fehlers schuldig machen.

Schnitt und Kameraführung sind teils verwirrend, aber tragen sehr zur Intensität des Films bei. Und intensiv ist er. Eigentlich fast klassischer "Gaslight"-Film (Hier empfehle ich das Psychothriller-Special von Christian Ade wärmstens) mit der Einschränkung, dass er in der Gegenwart spielt.

Ein mysteriöses Haus, das Norman Bates alle Ehre gemacht hätte, Wahnsinn in vielen Facetten, Fragen über Fragen (z.B.: Vielleicht doch SIXTH SENSE?) und eine wirklich beklemmende Storyline, die fesselt. WHAT EVER HAPPENED TO BABY JANE lässt genau so grüßen wie eben GASLIGHT. Abzüge gibt es nur für den (wie bereits erwähnt) braven, dennoch aber nur braven Cast. Kleiner, feiner Film.

Beneath Bild 1
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FAZIT:

Düstere Häuser, Geräusche in den Wänden, dunkle Geheimnisse und bizarre, natürlich eintreffende Visionen, dargestellt in noch bizarreren Zeichnungen. Ein neuer Film im klassischen Gesicht, der deutlich die so schmale Linie zwischen düsteren Psychothriller und gepflegtem Schauerroman aufzeigt.

WERTUNG: 7 von 10 dringend benötigten Nerven-Tabletten
TEXT © Erich H.
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