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GOOD MOVIES FOR BAD PEOPLE
Katzenmenschen

Katzenmenschen

OT: Cat People
HORROR: USA, 1982
Regie: Paul Schrader
Darsteller: Nastassia Kinski, Malcolm McDowell, John Heard, Annette O´Toole

STORY:

Die Geschwister Irena und Paul teilen ein dunkles Geheimnis. Sobald sie mit anderen Menschen intim werden, verwandeln sie sich in Raubkatzen. Erst wenn sie getötet haben, können sie wieder menschliche Gestalt annehmen. Während Paul eine blutige Spur durch die Stadt zieht, bekämpft die schüchterne Irena den Fluch mit Enthaltsamkeit. Doch dann verliebt sie sich in den smarten Zoodirektor Oliver. Und dies wiederum gefällt Paul ganz und gar nicht. Denn der Bruder würde am liebsten mit der Schwester, weil der Fluch in einer inzestuösen Beziehung zwischen Katzenmenschen keine Wirkung hat…
Und somit hat Irena zwei große Probleme: Im eigenen Bruder einen mörderischen Verehrer und eine unerfüllte Liebe, weil Oliver eine gemeinsame Liebesnacht nicht überleben würde…

KRITIK:

Remakes sind keine Erfindung des 21. Jahrhundert. Es gab sie schon früher. Nur machten sie dort etwas mehr Sinn als heutzutage, wo Hollywood seine Neuverfilmungen quasi Rücken an Rücken mit den asiatischen oder europäischen Originalen dreht. Damals hat man sich taktisch klüger an die alten Klassiker gehalten, um diese mit den fortschrittlicheren Mitteln einer modernen Tricktechnik aufzupolieren und den so up-to-date gebrachten Film einer nächsten Publikumsgeneration zu präsentieren.

So geschehen bei THE THING FROM ANOTHER WORLD (1951) und Carpenters THE THING (1982), DIE DÄMONISCHEN (1956) und DIE KÖRPERFRESSER KOMMEN (1978), THE FLY (1956) und Cronenbergs THE FLY (1986) oder wie hier bei Paul Schraders Achtzigerjahre-Neuauflage zu Jacques Tourneurs CAT PEOPLE aus dem Jahr 1942.

Der Drehbuchautor des TAXI DRIVER hat mit diesem Film eine erstklassige Regiearbeit abgeliefert, die heutzutage gerne verkannt wird. Die Geschmäcker sind verschieden; keine Widerrede, aber eine solch faszinierende Bildersprache, die zudem eine - David Bowie und Giorgio Moroder sei Dank - optimale Musikuntermalung besitzt, sollte eigentlich nicht missverstanden werden.

Visuell und akustisch ist KATZENMENSCHEN nämlich ein Bonbon. Der uralte Tiermystizismus entert hier äußerst beeindruckend die urbane Großstadt.

Mit Nastassia Kinski und Malcolm Mc Dowell hat Schrader zudem die perfekte Besetzung für seine fluchbeladenen (Katzen-)Menschen gefunden. Insbesondere die Tochter des unvergessenen Klaus Kinski liefert eine Galavorstellung ab. Besser habe ich sie selten gesehen.

Aber der Streifen lebt nicht nur durch Schauwerte, sondern kann auch auf inhaltlicher Ebene überzeugen. Das gelungene Skript von Alan Ormsby, der in den Siebzigern mit DERANGED den wohl beste Ed Gein-Film gedreht hat, findet die richtige Balance zwischen intelligenten Erwachsenenhorror, wo auch ruhigere Passagen erlaubt sind und richtigem Spannungskino.

So verzichtet man trotz der tiefgründigen Story, die als Allegorie auf unterdrückte Sexualität, unerfüllte Sehnsüchte und die Angst vor Kontrollverlust verstanden werden will, nicht auf die klassischen Action- und Horrorelemente. So dürfen sich Horrorfans auf ein paar blutige Ausbrüche und tolle Verwandlungssequenzen aus der Trickkiste Tom Burmans freuen.

Katzenmenschen Bild 1
Katzenmenschen Bild 2
Katzenmenschen Bild 3
Katzenmenschen Bild 4
Katzenmenschen Bild 5
FAZIT:

Paul Schraders Interpretation von Jacques Tourneurs KATZENMENSCHEN ist ein visuell und akustisch beeindruckendes Horrordrama, welches Tiefgründiges mit dem Mythos vom Tiermenschen vereint. Dabei überzeugt er mit sehr guten Darstellern (Nastassia Kinski!), packend gefilmten Raubkatzenattacken, feiner Maskenarbeit und einem grandiosen Score.

WERTUNG: 8 von 10 Raubtierfütterungen
TEXT © Christian Ade
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DRAMA: USA/GB/I, 1990
8/10
Dein Kommentar >>
Johnny | 28.02.2009 14:42
ja, hab ich noch in guter Erinnerung. Gibt's auch recht günstig uncut auf DVD.
Nic | 28.02.2009 15:05
ja, die unschuldige nat..so jung...so mhm meow :)
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