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Lost Highway

Lost Highway

THRILLER: USA, 1997
Regie: David Lynch
Darsteller: Bill Pullman, Patricia Arquette

STORY:Lost Highway Der Acid Jazz Saxophonspieler misstraut seiner schönen Frau irgendwie. Ob sie ihn betrügt? Und dann taucht eine Videokassette auf. Liegt plötzlich am Fuße der Treppe. Jemand war in der Wohnung des Paars. Hat dort gefilmt. Obwohl es eine Alarmanlage gibt.

Und irgendwann taucht dieser seltsame Mann bei einer Poolparty auf und behauptet doch, er wäre just in diesem Moment in der Wohnung des Musikers. "Rufen Sie mich an! Rufen Sie bei Ihnen zu Hause an." Ach, und Dick Laurent ist tot.

KRITIK:r /> Lost Highway Es wird mir immer klarer, je mehr ich versuche, etwas über Lost Highway zu schreiben: Kann man nicht beschreiben, muss man gesehen haben!

Verstörend verschwimmt die Grenze zwischen dem, was sich wirklich abspielt, und dem, was nur einem Traum oder einer Wahnvorstellung entsprungen ist. Wer Lost Highway auf eine simpel rationale Art verstehen will, den wird dieser Film fertig machen. Und genau hier liegt Lynchs Geniestreich. Er erzählt eine Geschichte, die gar keine ist. Der Erzählstrang bricht in zwei Teile, die sich zwar irgendwo widerspiegeln, die immer wieder Elemente des anderen aufgreifen, Dialogfetzen kehren wieder, aber logisch ist hier nichts mehr wirklich.

Erwähnenswert ist noch Marilyn Mansons pornografischer Auftritt zu Rammstein Klängen.

Lynch stellt eine Frage, die schon viel früher gestellt hätte werden müssen: Warum müssen Geschichten notgedrungen logisch sein? Warum nicht brechen? Warum nicht ganz etwas Neues kreieren? Wer sagt, dass eine konventionelle Erzählart, die Realität besser widerspiegelt? Und etwas Großartiges entsteht mit einem solchen Bruch: Eine absolut erschreckende Geschichte. Weil nichts Furcht einflößender ist, als das, was man nicht verstehen kann.
FAZIT:

Häufige Kommentare zu Lost Highway: "Kannst du mir das erklären?" "Hab ich nicht verstanden." "Was soll das bitte sein?" Der Film ist eben nicht jedermanns Sache, aber Genies sind oft unverstanden. David, mach dir nichts draus!

WERTUNG: 10 von 10 auf einem Glastisch aufgeplatzte Schädel
TEXT © Greta
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Dein Kommentar >>
gelyncht | 21.07.2014 02:38
mit platter Logik ohne Phantasie sicher nicht nachzuvollziehen...
Lynchs Filme sind transzendent und erzählen von seelischen Abgründen, Pakte mit dunklen Mächten, Okkultismus, Astralwanderung, usw....
Der o.g. "seltsame Mann".. jagt mir heute noch einen Schrecken ein!!
Grusel-Faktor hoch zehn! Und 10 augeplatzte schädel!
>> antworten
mausekönig | 14.03.2011 21:18
ist das normal wenn man von dem film beim ersten mal sehen ein bisschen überfordert ist und den überblick verliert?

hat unheimlich spass gemacht den zu gucken, aber am ende war ich ein wenig perplex ob der bedrückenden willkührlichkeit des ganzen films
riegla | 05.09.2011 23:43
Mir ist es gleich ergangen...muss ich erst wohl einmal wirken lassn und dann nochmal anschaun. echt starker soundtrack
>> antworten
Patrasch | 04.07.2005 13:12
Der Film ist zweifelsohne genial...verstörend, beängstigend, düster, undurchschaubar, ....den überirdischen Soundtrack mit David Bowie, Lou Reed und Nine Inch Nails nicht zu vergessen..."Dick Laurent ist tot"

P.S. "Mulholland Drive" nicht verpassen!!!
>> antworten


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