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The Reincarnation of Isabel

The Reincarnation of Isabel

OT: Riti, magie nere e segrete orge nel trecento
SEXPLOITATION(?): I, 1972
Regie: Renato Polselli
Darsteller: Mickey Hargitay, Rita Calderoni, Raoul Traucher, Christa Barrymore

STORY:

In den Kellergewölben eines Schlosses will eine Gruppe männlicher Kultisten die Leiche einer vor vielen Jahrhunderten hingerichteten Hexe mit Menschenopfern ins Leben zurückholen. Und weil es oben im Schloss halbnackige Jungfrauen satt gibt, bleibt der Opferstein nie lange ungenutzt…

KRITIK:

Diesmal war das Verfassen einer Inhaltsangabe gar nicht mal so leicht, denn ich vermute mal, dass das Drehbuch zu THE REINCARNATION OF ISABEL nicht geschrieben, sondern halluziniert wurde. Anschließend hat man den Film offensichtlich im Drogenrausch abgedreht und endgeschnitten. Und wenn ihr THE REINCARNATION OF ISABEL schaut, werdet auch ihr euch fragen, ob das jetzt nur ein Film ist oder euch jemand was in den Feierabendwein geschüttet hat.

In diesem Chaos aus nicht zueinander passenden Szenen, Schnitten und Gegenschnitten so etwas Ähnliches wie eine Handlung zu filtern, ist ein Ding der Unmöglichkeit. Besser das Unterfangen gleich wieder aufgeben und nur die irritierende Bilderflut auf sich wirken lassen.

Streckenweise blitzen feine gotische Stimmungen auf: die Aufnahmen in und um der Burg sind äußerst gelungen und dann diese bizarr wirkende Frauenleiche, die man wie ein makabres Idol in einem Verlies drapiert hat, wo sie von Männern in lustigen, roten Anzügen angebetet und mit Jungfrauenopfern bedacht wird. Irgendwann folgt eine (wirklich) grandiose Bestattungssequenz mit einer lebendig Begrabenen.

Und davor und vor allem danach ward der Sleaze und zügelloser filmischer Irrsinn. Allgegenwärtig nackte Haut. Mal mehr, mal weniger attraktive Frauen zwischen Exhibitonismus, lesbischen Spielchen, Folter und Opfertod. Und immer wieder schemenhafte Gestalten, die mal als Satanisten, Inkubi oder Vampire in Erscheinung treten.

Chaotische Szenenwechsel. Blutflecke, herausgeschnittene Herzen. Schnitt. Verlies. Burg. Tag. Nacht. Schnitt. Flotte Dreier, schwarze Messen, Scheiterhaufen, tote Frauen, Close-ups von unfreiwillig komischer Mimik, Overacting, Feuer, totaler Mist, totaler Kult… Lachen… Stöhnen…Himmel, war das eben Dr. Loomis unter diesen Verrückten? Ach nein, nur Bonnini Olas… Aber warum ist er mal entstellt und dann wieder nicht?

O, schon wieder Titten und eine gefesselte Jungfrau… Herrgott, das war doch Donald Pleasance, oder etwa nicht? Ist das überhaupt noch mein Wohnzimmer? Was machen diese komischen Menschen im Fernseher? Und warum habe ich auf das Blatt Papier nicht - wie sonst - Stichwörter für die Rezension notiert, sondern seltsame Skizzen von nackten Frauen und Narbengesichtern gekritzelt? O, jetzt hat dieser Kerl im Film "Don´t try to understand it" gesagt. Ich kenne ihn zwar nicht, aber wir sollten seinen Rat befolgen…Es hört sich vernünftig an.

The Reincarnation of Isabel Bild 1
The Reincarnation of Isabel Bild 2
The Reincarnation of Isabel Bild 3
The Reincarnation of Isabel Bild 4
FAZIT:

Ein Film ohne Handlung. Ein Hirnficker. Ein kriechendes Chaos aus Okkult-Mummenschanz und sleaziger Tittenrevue, aus klassischem Grusel, Trash und Vampirsch(l)ock. Mal genial, öfters grottenschlecht. THE REINCARNATION OF ISABEL führt deine Erwartungen ad absurdum und erklärt dir anschaulich die Bedeutung des Wörtchens "psychotronisch"…

WERTUNG: 6 von 10 geopferten Jungfrauen
TEXT © Christian Ade
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Dein Kommentar >>
Marcel | 19.05.2010 07:32
Gestern also meine zweite unheimliche Begegnung der dritten Art, diesmal aber nicht allein. Was für eine Ausgeburt drogengeschwängerter Happenings, ein echter Hirnficker, trefflicher kann man den Film nicht beschreiben. Keine Ahnung, wie man so was wertet, ich halluziniere mal 8 von 10 Tag-Nacht-Anomalien.
Gregor | 06.03.2012 00:01
Auch ich habe mich gestern auf die Reise ins Reich der halluzinogenen und halluzinierten Tittimausopfer gegeben. Und siehe da: Marcel und ich haben sich endlich einmal auch punktetechnisch getroffen (8/10).
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