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Arrival

Arrival

SCIENCE-FICTION: USA, 2016
Regie: Denis Villeneuve
Darsteller: Amy Adams, Jeremy Renner, Michael Stuhlbarg, Forest Whitaker

STORY:

An zwölf Orten rund um den Globus sind außerirdische Raumschiffe gelandet und schweben lautlos ein paar Meter über dem Boden. Forscher und Sprachwissenschaftler arbeiten fieberhaft daran, die Signale der Aliens zu entschlüsseln, um eine Antwort auf die Frage aller Fragen zu finden: Warum seid ihr hier? Die Zeit drängt, denn die Militärs werden immer paranoider und wollen die UFOs lieber heute als morgen pulverisieren.

KRITIK:

Denis Villeneuve hat es schon wieder getan: Einen Film gedreht, der mich von der ersten Minute an hypnotisch in seinen Bann gezogen hat. Und mir gar keine andere Wahl gelassen hat, als ihn gleich noch ein zweites Mal anzusehen. Im Kino natürlich, mit der größtmöglichen Leinwand. Wie schon das abgründige Selbstjustiz-Drama PRISONERS und der Drogen-Thriller SICARIO entwickelt auch ARRIVAL einen filmischen Sog, der einen förmlich in die Leinwand hineinzieht.

Bei der Szene gleich zu Beginn, in der ein Armee-Helikopter das riesige Raumschiff umkreist, musste ich mich am Sessel festhalten, so realistisch ist das Mittendrin-Fluggefühl. Mehr als jeder andere Film in diesem Kinojahr lebt ARRIVAL von seinen betörenden Bildern (Kamera: Bradford Young) und den ausgesprochen irritierenden Sound-Effekten Marke Radiohead in der Geisterbahn. Der Einstieg in das Raumschiff und die erste Begegnung mit den Außerirdischen gehört wohl zum Spannendsten und Schönsten, was die Traumfabrik in den letzten Jahren hervorgebracht hat - und das sage ich bitteschön als grundsätzlicher Science-Fiction-Agnostiker.

Im Herzen ist ARRIVAL ein Genre-Film, der die Konventionen ernst nimmt, der Stars und Effekte satt einsetzt - und trotzdem Lichtjahre von ödem INDEPENDENCE DAY-Krawall entfernt ist.

Der Film beginnt mit Schlaglichtern aus dem Leben einer Sprachwissenschaftlerin. Luise Banks heißt sie, eine Koryphäe auf ihrem Gebiet, die von Regierungsbehörden konsultiert wird, wenn sonst niemand mehr helfen kann. Wir sehen, wie ihre Tochter stirbt, in den ersten Filmminuten schon. Und wie sich die Trauer wie ein dunkler Schatten über ihr Leben legt. Damit ist der melancholische Tonfall dieses Sci-Fi-Dramas vorgegeben.

Viel wurde anderswo über die Kernthese des Films philosophiert, wonach die Sprache unsere Wahrnehmung der Realität bestimmt. Linguistische Relativitätstheorie, wenn man so will. Das ist alles zweifellos schön und gut und diskussionswürdig - aber trotzdem der Aspekt, der mich an diesem Film noch am wenigsten fasziniert.

Die liebe Zeitfressmaschine Facebook, die stets genau Bescheid weiß, was mich gefälligst zu interessieren hat, war da anderer Meinung und hat mir den Newsfeed mit entsprechenden Zeitungsartikeln geschmückt - und zwar unmittelbar nach dem Kinobesuch. Spooky eigentlich.

Auch wenn das Gartenbaukino den Film als "Science-Fiction-Experiment mit der Zeit, inszeniert als Wissenschaftsthriller" anpreist: Der Film ist deutlich weniger kopflastig als sich das anhört und viel, viel sinnlicher als erwartet.

Arrival Bild 1
Arrival Bild 2
Arrival Bild 3
Arrival Bild 4
Arrival Bild 5
FAZIT:

Ein Sci-Fi-Drama als Meditation über Kommunikationsprobleme und weltpolitische Konflikte, von Genre-Erneurer Denis Villeneuve (SICARIO) mit nahezu hypnotischen Kräften in Szene gesetzt.

WERTUNG: 9 von 10 schwarze Nebelschwaden
Dein Kommentar >>
Tuvok | 12.03.2017 08:21
Also es gibt einen Film der hieß ?The Arrival? doch diese 47 Millionen US $ Produktion heißt nur ?Arrival? das ja so was wie Ankunft bedeutet, also Advent. Das heißt auch Ankunft oder Wiederkunft. Nun, wenn so ein Film von einem guten kanadischen Regisseur erzeugt wurde, Denis Villeneuve, der damals mit ?Prisoners? für Furore sorgte, dann kann ich sagen ja man kann sich den Film ansehen. Wieso er dann nur 198 Millionen US $ weltweit eingespielt hat, muss jeder selber entscheiden, Ich für mich muss sagen dass der Film etwas langweilig ist.

Um was geht es bei dem Film:

Der Film beginnt damit, dass die Linguistin Dr. LOUISE BANKS das Leben ihrer Tochter vor ihrem inneren Auge vorüberziehen sieht, die als junge Frau an einer seltenen Krankheit stirbt.

Die Haupthandlung setzt ein, als zwölf außerirdische Raumschiffe an unterschiedlichen Punkten auf der Erde ankommen. BANKS und der Physiker IAN DONNELLY werden von US-Colonel WEBER für ein amerikanisches Team engagiert, das in Montana mit den unbekannten Wesen Kontakt aufnehmen soll, nachdem erste Versuche durch Teams von Militär und Geheimdiensten keinen Erfolg hatten. Das wegen seiner Form als ?Muschel? bezeichnete 450 m hohe schwarze, monolithisch wirkende Raumschiff öffnet sich alle 18 Stunden und den Menschen wird gestattet, es durch einen Schacht, in dem die Schwerkraft manipuliert wird, zu betreten. Im Raumschiff können die beiden Wissenschaftler mit zwei von ihnen scherzhaft ABBOTT und COSTELLO genannten Aliens kommunizieren, von diesen getrennt durch eine durchsichtige Wand. Während BANKS mit Schrifttafeln die Menschen vorstellt, ?schreiben? die wegen ihres Aussehens als ?Heptapoden? (Siebenfüßler) bezeichneten Außerirdischen mit ihren Füßen Schriftzeichen auf die Wand, die mit Tusche gezeichneten verschnörkelten Kreisen ähneln.

In mühseliger Arbeit gelingt es den beiden Wissenschaftlern, diese logographischen Zeichen zu entschlüsseln, und in regelmäßigen Treffen eine Kommunikation mit den Wesen aufzubauen. Dr. BANKS wird indessen zunehmend von Gedanken an ein Mädchen heimgesucht, dass ihre Tochter zu sein scheint.

Obwohl die Verständigung mit den Heptapoden völlig friedlich verläuft, betrachten die Regierungen mehrerer anderer Staaten die Außerirdischen zunehmend als Bedrohung und erwägen militärische Maßnahmen. Dazu neigt insbesondere der chinesische General SHANG. Nachdem BANKS Botschaften der Aliens als ?Waffe anbieten? und ?Waffe nutzen? übersetzt, spitzt sich die Lage schnell zu. Ein globaler Krieg wird immer wahrscheinlicher und die Kommunikation zwischen den internationalen Wissenschaftlerteams wird abgebrochen. Für BANKS und DONNELLY beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.

Wer jetzt Abbott und Costello nicht kennt: Abbott und Costello waren ein berühmtes US-amerikanisches Komiker-Duo, bestehend aus Bud Abbott und Lou Costello. Und ja Costello war der, der meinte, he gebt mir mehr Geld als ihm ja naja ich glaube er war ein bisschen Geldgierig. Die haben eine Show gehabt und machten zusammen 37 Filme. Die haben sich dann leider getrennt, naja Abbott hat vom Tod seines Partners aus der Zeitung erfahren. Naja es gab Probleme mit den Steuern, und Abbott hatte Alkoholprobleme und Epilepsie. Der Sohn von Costello starb dann auch, und ja leider es wurde nichts mehr.

Und solche Aliens sind das im Film? Nein mitnichten, man kennt sie nicht, das arge ist, die sehen so was von Alienmässig aus, nicht so Star Trek Star War's, Humanoid, ja das ist Bullshit sozusagen aber wie können bitte Tintenfisch Monster ein Raumschiff fliegen und solche komplexen Berechnungen machen wenn die nicht mal Finger haben? Wie kann z.B. eine Frau auf der Erde so eine komplizierte Schrift aus Tintenklecksen verstehen wenn man da absolut nichts verstehen kann? Wie geht das bitte? Auch wenn sie eine Linguistin ist, ich glaube das nicht so ganz aber bitte.

Diese Schrift aus Wortzeichen, also logographische Schrift eben sieht aber verdammt gut aus und ist wirklich gut gemacht. Echt Alienmässig und ich muss sagen das ist was Gutes an dem Film. Natürlich kann man sagen er geht so und so weiter aber das man muß sich echt im Kino angucken. Das Ende habe ich 0 verstanden erst als ich darüber gelesen habe.

Dann kamen ja noch im Film die Soldaten die eine Sprengladung im Raumschiff platziert haben, auch das war noch dabei, und Banks und Donnelly kämpfen gegen die Zeit, das war dann auch wirklich spannend, ja etwas und dann kommt das mit den Zeichen, was ist nun wirklich los? Wieder wird die Spannungsschraube vom etwas für mich langweiligen Film angezogen.

Der Film kommt von einer Kurzgeschichte, Ted Chiang hat Story of Your Life geschrieben, und aus dem wurde dann eben ein Film, so was auch. Was den Film auszeichnet ist die originelle Idee und das ist sie wirklich, die Idee ist super von dem Film aber das ist halt nur die Idee, die Umsetzung fand ich etwas langweilig, leider, und die Schauspieler, ja die sind gut, aber leider auch nicht das Gelbe vom Ei, denn sie haben in dem Film wenig zu tun, es gibt wenig Action, gute Effekte nur ein bisschen und die Monstern wirken Recht bedrohlich aber auch irgendwie knuddelig, ja Tintenfische eben, eigentlich ein Film wo man sagen kann, die Dinger die hier auftauchen sind in größeren Aquarien zu Hause.

Die Bilder in dem Film die Kameraführung das Ganze Setting irgendwie, das wirkt düster, wirkt auch nicht schlecht, und ist Recht ambitioniert gedreht, fern ab von jedem Konsum und Popcorn Gedanken aber irgendwie hätte ich doch gerne mehr Krawumm und Zerstörung der Erde gehabt.

In dem Film wird auch aufgezeigt dass die Sapir-Whorf-Hypothese auch wahr sein kann, dass also die Sprache das Denken formt, denn ohne die Sprache könnten wir nicht denken, und diese Aliens denken weil sie sprechen können aber auf ihre Art, ja ich hätte gerne gewusst wie sie sich auch fortpflanzen aber das ist jetzt ein unpassender Gedanke glaube ich.

Der Film hat einen Oscar gewonnen, 72 Preise gewonnen und 178 x nominiert worden, also eine ganze Menge. Also im Bereich Audio und Visuelle Ansichten ist der Film meiner Meinung nach echt ungeschlagen, wie Musik, mit den Bildern eingesetzt wird, wie die Darsteller ihre wenigen Dialoge da rein bringen.

Was ich an dem Film nicht so gut fand sind die Rückblenden, ich habe mich am Anfang sehr gefragt, wieso bitte dauernd die Rückblenden, wieso sieht man dauernd was die macht, die Frau, was mit ihrem Kind ist und ja das hat mich gestört, gut fand ich dagegen Weber, der ja von Forest Whitaker sehr authentisch gespielt wurde, einem Mann der Angst hat und am liebsten das Schiff zerstören möchte, und eben Jeremy Renner der ja den Donnelly spielt.

Ich glaube er passt irgendwie für die Rolle, irgendwie ist er ein guter Darsteller. Auch sie spielt gut, ich finde Amy Adams ist eine smarte attraktive ruhige nette Darstellerin. Gut fand ich auch das Amy Adams nicht eine Frau spielt die alles weiß wie in manchen Filmen sondern die auch wenig weiß und da mal rausfinden muss was wie passiert, dass dieses in Wirklichkeit wahrscheinlich viel ärger zugehen würde, länger dauern würde, das ist jetzt eine andre Geschichte, dass da viel weggelassen wurde, ja das ist klar ist ja nur ein Film aber ich muss sagen der Film ist nicht so kitschig wie manche Filme früher aber dafür ist er auch Recht gut und das gefiel mir, ja ein guter Film halt.

Schade dass der Film so langsam inszeniert wurde, das hat mich etwas gestört, aber sonst das Ganze das war gut und ich muß sagen zu Hause im Heimkino gefällt mir der Film sicher noch besser aber wertungsmässig muss ich sagen mehr als 84 von 100 Punkten vergebe ich nicht.
Roman | 07.04.2017 16:55
aha
kamon | 18.07.2017 00:02
Fuck, dein schreibstil flasht weit weg tuvok. Solltest eigene kurzgeschichten schreiben! Nicest
>> antworten
lalilulelo | 06.02.2017 05:48
ich liebe sci fic, oder wie auch immer die abkürzung für dieses genre sein mag. aber das erste musikstück, bei 03:13, irgendein schubert aus der absolutismus-, oder imperialismus-zeit ist schon sooo ausgelutscht, dass ich gern abdrehen möcht.
ich musste gleich an "interstellar" denken, ich glaub dieses drecksstück kam auch in diesem drecksfilm vor, oder war es 2001?
so viele fragen, so wenig zeit.
Robert | 14.07.2017 15:40
Tut mir leid, der Film verspricht soviel und wird von Minute zu Minute schwächer... Schade, hab mir viel erwartet...
>> antworten
Anon | 08.12.2016 23:10
Ein Erlebnis. Es hat sich wohl schon rumgesprochen was das für ein Film ist, daher war das Kino bis auf 2 weitere Pärchen komplett leer. 9 von 10 Punkten, herrliche Persiflage auf die menschliche Dummheit. Besser als beim Postillon.

Yeah! sozialwissenschaften werden noch die Welt retten rofl. Das war Humor für Kenner und Geniesser ;)
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Tim | 30.11.2016 08:46
Ein wirklich beeindruckender Film, visuell und akustisch, der mich aber auch emotional hart getroffen hat. Ganz, ganz stark. Zusammmen mit "The Revenant" und "Der Nachtmahr" unter meinen Top 3 Kinofilmen in diesem Jahr.
>> antworten
Tim | 30.11.2016 08:46
Ein wirklich beeindruckender Film, visuell und akustisch, der mich aber auch emotional hart getroffen hat. Ganz, ganz stark. Zusammmen mit "The Revenant" und "Der Nachtmahr" unter meinen Top 3 Kinofilmen in diesem Jahr.
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babsi | 29.11.2016 20:25
stimme dir voll und ganz zu... ein erlebnis
>> antworten
Nicky | 29.11.2016 14:12
Da bist du mir zuvor gekommen, ich schau ihn mir heute an.
>> antworten


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