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Aquarius

Aquarius

OT: Deliria / Stagefright
HORROR: I, 1987
Regie: Michele Soavi
Darsteller: David Brandon, Barbara Cupisti, Robert Gligorov

STORY:

Die Generalprobe zu einem Bühnenstück in einem abgeschiedenen Theater mißfällt dem Regisseur so sehr, dass er eine zusätzliche Nachtschicht anordnet. Doch ein aus der Heilanstalt entlaufener Geisteskranker sucht sich ausgerechnet dieses Theater als Versteck. Für die Schauspielgruppe wird das Gebäude zur Todesfalle…

KRITIK:

Die Story von AQUARIUS aka STAGE FRIGHT aus der Feder vom MAN-EATER himself George Eastman ist weder neu noch zeichnet sie sich durch besondere Intelligenz aus; obwohl das Theater als Schauplatz des Massakers zunächst einmal mehr Kultur vermittelt als das übliche Nacktbaden im Crystal Lake an einem Freitag, dem 13.

Dennoch haben wir hier einen typisch minimalistischen Schlitzerplot um einen maskierten Killer und einer isolierten Gruppe von Opfern. Warum also ist STAGE FRIGHT im Vergleich zu seinen US - amerikanischen Pendants trotzdem der bessere Slasher?

Die Antwort liegt in der Inszenierung des Gemetzels. Die hat nämlich die besondere europäische Note und man merkt einfach, dass Michele (DELLAMORTE DELLAMORE) Soavi große Mentoren wie Argento und D´Amato hatte. Wobei Soavi freilich mehr vom Erstgenannten geprägt wurde.

So verwundert es nicht, dass STAGE FRIGHT für ein Debütwerk bereits einen beeindruckenden Stil vorweisen kann. Und einen optisch außergewöhnlichen Killer. Dieser trägt keine ordinäre Hockeymaske, sondern verbirgt sein Gesicht hinter einem überdimensionalen Eulenkopf - man nannte ihn Featherface. Das hat doch was.

Und Featherface tötet mit maschinenartiger Voorheesischer Kaltblütigkeit. Natürlich römisch brutal - wie sich das für einen italienischen Horrorfilm aus den Achtzigern gehört - und sehr abwechslungsreich. Spitzhacke, Axt, Bohrmaschine, Kettensäge ist des Killers Arsenals und davon wird auch ausgiebig Gebrauch gemacht.

Somit kommen in diesem Theater des Todes auch diejenigen auf ihre Kosten, die blutige Hausmannskost bevorzugen. Dass die Protagonisten sich dabei nicht immer schlüssig verhalten, liegt wohl in der Natur des Subgenres und leider bildet STAGE FRIGHT hier keine Ausnahme.

Aber - heh -wer Wert auf Logik legt, sollte eine Mathematikvorlesung und keinen Slasherfilm besuchen. Zumal inszenatorische Kabinettstückchen und morbide Bilder wie solche am Ende des Films, wenn der Killer die Theaterbühne zur kleinen Nekropolis umgestaltet, über inhaltliche Schnitzer und Holperer hinweghelfen.

Die neue Veröffentlichung von CMV-Laservision kommt wie gewohnt uncut, mit sehr guter Bildqualität. Als Extras gibt's Trailer und eine Bildergalerie. Interessierte kontaktieren die einschlägigen Mailorders oder die Geiz-Märkte ihres Vertrauens...

Aquarius Bild 1
Aquarius Bild 2
Aquarius Bild 3
Aquarius Bild 4
FAZIT:

Mit herben Splattereinlagen und einer stilvollen Argento-esken Inszenierung hat Michele Soavi die wenig originelle Story seines Debüts egalisiert und somit einen Slasher europäischen Zuschnitts geschaffen, der schlichtweg eine Klasse höher als der stärkste Teil der FREITAG, DER 13. - Reihe spielt.

WERTUNG: 8 von 10 Leichen on Stage
TEXT © Christian Ade
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Dein Kommentar >>
uncut71 | 17.12.2012 21:34
Also,ich find diesen kleinen Italo-Slasher richtig,richtig
klasse! Geile Atmo, kriegt man heute irgendwie nix mehr
hin! Nur noch so assi Torture Kram, Hauptsache Kamera
volle Kanne auf das ausblutende Opfer! Silent Horror
rules and it gets you...slowly
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