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GOOD MOVIES FOR BAD PEOPLE
Audition

Audition

DRAMA/HORROR: J, 1999
Regie: Takashi Miike
Darsteller: Ryo Ishibashi, Eihi Shiina, Tetsu Sawaki

STORY:

Sieben Jahre nach dem Tod seiner Frau beschließt der Geschäftsmann Aoyama (Ryo Ishibashi), eine neue Frau zu suchen. Sein engster Freund (Myuki Matsuda), von Beruf TV-Produzent, ist ihm behilflich und veranstaltet - unter dem Vorwand die weibliche Hauptrolle einer geplanten Fernsehserie besetzen zu wollen - ein Vorsprechen attraktiver Kandidatinnen. Eine eher ausgefallene Art der Partnersuche, die aber mit der ebenso schönen wie rätselhaften Asami (Eihi Shiina) "belohnt" wird. Es bahnt sich eine fast zu perfekte Liebesromanze an. Doch bald entdecken die beiden Freunde Ungereimtheiten in der Biographie der Erwählten, deren Vergangenheit voller dunkler Geheimnisse erscheint.
Text: Filmcasino.

KRITIK:

Vorhang auf für DEN Film, der den Ruf des japanischen Regie-Extremisten Takashi Miike um die Welt getragen hat.

Audition (1999) markiert einen Wendepunkt im Werk des hyperaktiven Regisseurs, dessen Œuvre mittlerweile über 70 Filme umfasst: Weg von den überdrehten High-Speed-Yakuza-Blutopern, hin zum seriösen Drama, das auch westliche Kunstfilm-Freunde beeindrucken sollte. Zumindest über die erste Hälfte des Films.

In ruhigen, perfekt durchkomponierten Bildern erzählt uns Miike erst mal eine Liebesgeschichte. Bei der aber der dramatische Aspekt von Anfang an überwiegt. Und die in kleinen Details bereits eine Ahnung von den Abgründen preisgibt, die sich da noch auftun werden.

Und es kommt wirklich heftig. Die dramatische Lovestory wendet sich nämlich zu einem gnadenlosen Folter- und Rachetriller, der keine Gefangenen nimmt. Der liebestrunkene Geschäftsmann wird - so viel darf verraten werden - es noch bitter bereuen, sich mit einer unbekannten, vermeintlich unschuldigen Schönen eingelassen zu haben.

Dabei kommt es zu Exzessen, die Zartbesaiteten eher heftig auf den Magen schlagen dürften. Apropos: Die Szene mit der zweckentfremdeten Klavier-Saite ist in die jüngere Filmgeschichte eingegangen - und hat im Grunde auch die aktuelle Hardcore-Horrorwelle (Saw und Konsorten) vorweggenommen.

RAPID EYE MOVIES veröffentlicht diesen romantischen Datefilm zusammen mit Izo und Visitor Q im Rahmen seiner Takashi Miike Collector's Box. Drei geniale Filme zu einem vernünftigen Preis - worauf wartet ihr noch?

Audition Bild 1
Audition Bild 2
Audition Bild 3
Audition Bild 4
FAZIT:

Takashi Miikes wohl berühmtester Film: Eine betörend schön gefilmtes Liebesdrama, das abrupt in einem wüst halluzinierenden, blutigen Albtraum endet. Definitiv nichts für ZartbeSAITEte ...

WERTUNG: 8 von 10 Spritzen
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Dein Kommentar >>
Al Hazred | 12.05.2013 21:21
"Audition (1999) markiert einen Wendepunkt im Werk des hyperaktiven Regisseurs, dessen Œuvre mittlerweile über 70 Filme umfasst: Weg von den überdrehten High-Speed-Yakuza-Blutopern, hin zum seriösen Drama, das auch westliche Kunstfilm-Freunde beeindrucken sollte. Zumindest über die erste Hälfte des Films."

Haha - ja und zum Schluß hin sind die Schöngeister scharenweise aus den Kinos geflüchtet!
>> antworten
Hoermi | 30.11.2011 18:49
Großtat von Takashi Miike - baut die Atmosphäre langsam auf -
führt manchmal in die Irre und hat ein paar überraschende Szenen
in Peto, die mich aufschreiben haben lassen (sage nur die
"Sackszene") - kein lautes Geballer wie dead or alive oder splatter
am laufenden band wie ichi the killer - und gerade deshalb, weil
uns der film nicht alle 2 minuten einen kübel kunstblut entgegen
schüttet ist er erschreckender und brachialer als die beiden oben
genannten Miike - Werke.

Weshalb der Film naturtrüben Splatterheads, die scheinbar nur
Spannung beim Zerteilen von Menschen empfinden können, nicht
zu empfehlen ist, sondern Filmfans, die sich auf einen
unheimlichen film einlassen können, der seine spannung langsam
ankurbelt und am Ende unfassbar explodiert.
>> antworten
DriesVanHegen | 08.11.2011 17:52
Geniales Werk von Miike!

90 Minuten so langsam, so scheinbar bedeutungslos
für das Vorantreiben der Handlung, aber dennoch
durchzogen von extrem subtilen Unwohlsein.
Und dann entlädt sich alles in einem wahren
Albtraumszenario.
>> antworten
Nic | 12.03.2008 19:32
der einzige film von dem regiesseur der mir bisher gefallen hat...wahrscheinlich lags an den bildern ;)
Andreas Berger | 12.03.2008 23:24
Filme von Takashi Miike sind prinzipiell nicht vergleichbar. Der Kerl macht einfach alles.

Wer mal außergewöhnliche Werke von ihm ausprobieren will:
One missed Call (Horror)
Bird People of China (Drama)
Big Bang Love (Aeh...?)
Sukiyaki Western Django (Trash mit Tarentino)
Nic | 13.03.2008 12:59
danke, werde versuchen die im Verleih zu finden..
>> antworten
julietta | 07.12.2006 04:17
ich würde nur 7 von 10 kiri-kiris vergeben,
weil der film schon seehr langsam erzählt wird.. zumindest die ersten eineinhalbstunden!
(ich weiss, ich weiss.. typisch asia)
also ich bin sicher keine die bei einem film nur darauf wartet dass endlich das blut spritzt,
aber irgendwas hätt da ruhig passieren können, zumindest ein bisschen spannungsaufbau!
ghostdog | 12.10.2009 15:23
90 Minuten gepflegte Langeweile, die durchaus eine FSK 12 rechtfertigt.
Erst die letzten 10 Minuten wird gesplattert. Das aber auch nur sehr verhalten und keineswegs explizit dargestellt. AUDITION ist, wie so viele Filme von Miike, absolut überschätzt und überbewertet.
>> antworten


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