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Blade Runner 2049

Blade Runner 2049

SCIENCE-FICTION: USA, 2017
Regie: Denis Villeneuve
Darsteller: Ryan Gosling, Harrison Ford, Ana de Armas , Jared Leto, David Dastmalchian

STORY:

Die Fortsetzung des Originals von Ridley Scott aus dem Jahre 1982.

KRITIK:

Sehr lange habe ich persönlich auf diesen Film gewartet. Ein Remake bzw. Sequel aus einer langen Liste an Remakes, Sequels, Prequels und Spin Offs. Denn seit einigen Jahren werden so gut wie alle großen Filme der 80er und 90er Jahre neu realisiert. Mal besser, mal schlechter.

Meine Erwartungshaltung an Blade Runner 2049 war groß, jedoch immer mit einem faden Beigeschmack, einer leichten Zurückhaltung. Denn nur zu oft wurden meine Erwartungen zunichte gemacht. Bewusst verzichtete ich nach dem ersten Teaser auf jegliche Vorschauen oder auch die drei Kurzfilme (die u.a. unter der Regie von Luke Scott, Ridley Scotts Sohn, entstanden sind) die die Ereignisse zwischen dem ersten Teil und der Fortsetzung abdecken sollen. Beim gezeigten Trailer vor "Es" hielt ich mir sogar die Augen und Ohren zu, was meine Freundin sehr amüsierte.

Über die Story möchte ich an dieser Stelle eh kein Wort verlieren. Spoilerfreie Kritiken und Reviews sind ja etwas das wir uns auf unsere Fahne geschrieben haben. Von daher versuche ich mich auf die Atmosphäre, die Qualität und auf das Feeling des Films zu konzentrieren.

Und wenn es um Atmosphäre geht sind wir gleich beim richtigen Mann: Denis Villeneuve. Der aktuelle Godfather der Atmosphäre.

Ridley Scott in allen Ehren! Als ich jedoch das erste Mal spitz bekam, dass nicht Scott, sondern Villeneuve die Regie zu Blade Runner 2049 führen sollte, interpretierte ich dies als eine Art Garantie für einen würdigen Nachfolger. Sicario, Arrival, Prisoners und auch Enemy. Bei all diesen Filmen gerate ich ins Schwärmen. Lange Kamerafahrten, drückender Sound und ein ganzer Arsch voll.... ATMOSPHÄRE! Kein Filmemacher der jüngsten Zeit ist mir mit seinen Filmen derart im Gedächtnis geblieben. Was der Typ anfasst wird zu Gold.

Und so auch das jüngste Kind Blade Runner 2049. Um es kurz zu machen: Ein Meisterwerk. Villeneuves beste Arbeit bisher.

Der Film atmet von der Aufblende an in jeder Szene das Feeling des Originals. Von Anfang an versank ich in engen, überfüllten, düsteren Gassen und Straßen der metropolishaften Neo Noir Welten in der ein dystopisches Detail das Nächste jagt. Begleitet von einem Soundtrack der noch in den letzten Reihen die Sitze vibrieren lässt.

Mit Respekt und logischer Konsequenz setzt Villeneuve die Vorlage fort, bewegt sich im Universum des Originals und der Romanvorlage von Philip K. Dick und hinterlässt trotz alledem seine ganz eigene Handschrift. Als gute Voraussetzung für diesen Film entpuppt sich zum Beispiel auch die Entscheidung das technische Setting voll im 80er Jahre Stil des Originals zu zeichnen. Vor allem an diesem Detail hätte, meiner Meinung nach, vieles kaputt gemacht werden können.

Villeneuve interpretiert Vorgegebenes neu, schafft seine eigenen Figuren. Und besetzt diese grandios bis in die Nebenrollen. Vor allem Ryan Gosling mimt den innerlich zerrissenen und von Sehnsüchten geplagten "K" in Perfektion.

Blade Runner 2049 ist ein Film über Transzendenz, Eugenik, gesellschaftliche Spaltungen, Überwachung, technischen Horror, Unterhaltungsdiktaturen. Der Film packt alle aktuellen Themen an, schließlich sieht sich der Regisseur als politischer Filmemacher. Diese Tatsache stört jedoch keine Sekunde. Die gesellschaftliche Kritik und die Anspielungen auf unsere Zeit verstecken sich im Verborgenen, im Kontext des Films, in den Dialogen.

Apropos! Einen Actionreißer sollte man hier nicht erwarten. Eher einen Film Noir in dem die Figuren im Mittelpunkt stehen, die Sehnsüchte, die Zerrissenheit und ein zu lösendes Rätsel mit einer Menge Mosaiksteinchen die es zusammen zu setzen gilt. Also sollte der Kinogänger Sitzfleisch mitnehmen! Fast drei Stunden dauert dieses visuelle und akustische Sahneschnittchen.

Daher war ich sehr erstaunt in meinem örtlichen Mainstreamkino nicht von einem Popcorn kauenden, Smartphone checkenden Publikum umgeben zu sein. Im Gegenteil: Die Zuschauer waren trotz der vielen Dialoge und verträumten Kamerafahrten mucksmäuschen still. Ein sehr selten zu beobachtendes Phänomen außerhalb der "Arthouse-Kino-Ghettos"!

Ich persönlich kann es kaum erwarten den Film nochmal zu sehen. Denn es gibt viel zu entdecken!

Blade Runner 2049 Bild 1
Blade Runner 2049 Bild 2
Blade Runner 2049 Bild 3
Blade Runner 2049 Bild 4
Blade Runner 2049 Bild 5
Blade Runner 2049 Bild 6
Blade Runner 2049 Bild 7
Blade Runner 2049 Bild 8
FAZIT:

Von Anfang an versinkt man in Blade Runner 2049 in engen, überfüllten, düsteren Gassen und Straßen der metropolishaften Neo Noir Welten in der ein dystopisches Detail das Nächste jagt. Denis Villeneuves neue Interpretation des genialen Originals. Ein Meisterwerk. Es gibt viel zu entdecken!

WERTUNG: 10 von 10 Tränen im Regen
TEXT © Djan Hajo
Dein Kommentar >>
thomas | 15.10.2017 12:02
Kann leider nicht zustimmen die erste Stunde geht aber ab der Synchronisation der beiden Damen wurde es leider nur mehr öde,da dürfte Scott die Regie übernommen haben und beschert uns wieder prätentiöse Replikanten langeweile.Hans Zimmer mit seinem permanenten Synthbass gedöns nervt auch nur mehr nach einiger Zeit.Ich mochte Villeneuve obwohl Arrival schon nicht mehr so besonders war und er sich selber viel zu wichtig nimmt.Diesmal hat Scott seine Finger im Spiel und es wurde wie erwartet kein neues Sci-fi Highlight, eh liab aber auch nicht mehr.
>> antworten
Max | 13.10.2017 21:38
Leute was ist mit euch los! Habt ihr euch Hollywood verschieben? Macht doch wieder mal Reviews zu den wirklich großartigen Filmen, abseits des Spektakels. Wäre schön mal wieder echte "Filmtipps" zu bekommen und nicht das Hollywood ABC vorgebetet, denn dazu brauch ich nicht auf eure Seite zu gehen, Reviews zu Bladerunner gibt's zuhauf im Netz!
Zur Zeit laufen auch Filme wie "Die beste aller Welten", ein meisterliches österreichisches Drama, oder "Körper und Seele". Darüber möchte ich lesen. Oder geht ihr etwa nur mehr ins Cineplexx?
Djan | 14.10.2017 00:06
hell or high water
song to song
get out
die taschendiebin
free fire
a cure for welness
wilde maus
die hölle
.
.
.
.
.
um nur einige wenige titel der letzten zeit zu nennen die nix mit mainstream zu tun haben...und auch mainstream filme sind ab und an der wahnsinn...aber es besteht durchaus die möglichkeit hier auf filmtipps gastreviews zu verfassen! bist herzlich eingeladen Max
Harald | 14.10.2017 00:06
Max, du hast recht, "Die beste aller Welten" ist ein ausgezeichneter Film, mit unglaublich überzeugenden Darstellern und einer sehr atmosphärischen filmischen Erzählweise, wie sie im österreichischen Kino eher die Ausnahme darstellt. Ich bin leider aus Zeitmangel nicht dazugekommen, eine Review zu schreiben. Aber schaut ihn euch an!

Was den Vorwurf der Hollywood-Lastigkeit betrifft: Ja, hast du auch recht. Aber lass es mich erklären, auch wenn ich dazu ein bisschen ausholen muss: Als ich um das Jahr 2000 herum begonnen hatte, Kritiken zu schreiben, war Hollywood ziemlich am Sand. Okay, mit FIGHT CLUB, AMERICAN BEAUTY, THE BIG LEBOWSKY, MAGNOLIA und BOOGIE NIGHTS waren die Neunziger standesgemäß und prächtig zu Ende gegangen.

Doch im neuen Jahrtausend kam --- nichts mehr. Außer nervige, seelenlose Actionspektakel mit grottigen CGI-Effekten, wo man dem Rechnern beim Heißlaufen zusehen konnte. Hollywood-Bashing war damals unser Motto. Unser Herz schlug für kleine europäische Indie-Filme, für Exploitation-Perlen aus den schummrigen Gängen der Videotheken, für Giallo-Klassiker und für das Asia-Kino.

Nun ist die Zeit nicht unbedingt stehen geblieben. Videotheken gibt es nicht mehr, DVDs verschwinden auch langsam, und generell verlagert sich das Publikumsinteresse weg vom Medium Film, hin zu den Qualitätsserien von Netflix und Konsorten.

Aber noch etwas ist passiert: Hollywood hat sich aus der kreativen Krise der frühen Nullerjahre befreit, und zwar spektakulär: Typen aus dem Splatter-Untergrund wie Peter Jackson, Sam Raimi oder James Gunn drehen plötzlich fetteste Fantasy-Filme und triumphieren bei Kritik und Publikum gleichermaßen. Später treten strenge Auteure wie Chris Nolan oder Denis Villeneuve auf den Plan und revolutionieren das Blockbuster-Kino von Grund auf. Und da wären wir heute: Hollywood ist längst kein Synonym mehr für Ödnis und aufgeblasene Leere. Ganz im Gegenteil: Ich meine, so einen wundervollen, virtuos gemachten, mit pochendem Herzen schlagenden Actionfilm wie BABY DRIVER, so etwas muss man doch einfach lieben.

Drum wird hier jetzt eben verstärkt über Mainstream geschrieben - aber mit einem eher "anti-mainstreamigen" Zugang. Ich denke, diese leichte Schizophrenie unterscheidet uns von anderen Webseiten. Und macht uns hoffentlich weiterhin interessant.


Harald | 14.10.2017 00:07
Wow, Djan und ich gleichzeitig :-)
Djan | 14.10.2017 00:09
hehehe :-)nachtschwärmer halt
Djan | 14.10.2017 00:11
absolut richtig was du da schreibst harald. aber ich finde nicht, dass hier die indie sachen liegen gelassen werden
Djan | 14.10.2017 00:15
wir sind doch außerdem noch immer abgedreht genug und heben uns grundlegend von anderen "filmnews" seiten ab glaube ich :-)
dokk | 14.10.2017 12:29
hollywood hat sich aus der kreativen krise der frühen nullerjahre befreit ? ist mir nicht aufgefallen . nenn mir einen , der auch nur annähernd rankommt an FIGHT CLUB , nur einen . 2049 gehört jedenfalls nicht dazu , meiner meinung nach . und nein, BABY DRIVER muss man nicht lieben , wenn man nicht total auf machoide Auto-Verfolgungsjagden steht .
Harald | 14.10.2017 13:13
Wollte grad FURY ROAD anführen, aber wenn du keine Autoverfolgungsjagden magst ...
dokk | 14.10.2017 14:44
da hab ich so viel gutes gehört , den werd ich bestimmt ansehen , irgendwann . aber um mit FIGHT CLUB in einem atemzug genannt zu werden muss ein film mehr bieten als rasanz , dazu gehören raffinesse und doppelte böden .
eine ironische verfolgungsjagd , wie etwa bei den BLUES BROTHERS , macht mir durchaus spass .
Djan | 14.10.2017 15:14
@dokk

traffic
american psycho
apocalypto
sunshine
zodiac
no country for old man
american gangster
there will be blood
the master
moon
shutter island
the tree of life
prisoners
the woldf of wall street
drive
interstellar
birdman
the revenant
mad max fury road
ex machina
sicario

alles filme aus us produktion und kommen alle an fight club ran meiner meinung nach!

ach ja blade runner 2049 habe ich noch vergessen :-)

dokk | 14.10.2017 15:25
kann man es sich als filmkritiker echt leisten , so verschwenderisch mit höchstnoten umzugehen ? birdman kommt nahe ran , shutter island ist besser als sein ruf , alles andere bekommt bei mir 7/10 und abwärts - soweit ich sie gesehen habe . da ist sehr viel schema f material vertreten auf deiner liste . und moon ist meines wissens eine uk-produktion (liberty films uk) .
Djan | 14.10.2017 16:48
was moon angeht hast du recht, ist ne UK Produktion!
"dazu gehören raffinesse und doppelte böden" war deine aussage. trifft auf all diese werke m.M. nach zu.
vor allem there will be blood, the master, the tree of life sind werke die ihres gleichen suchen. the revenant: wahnsinns film.
alle filme in der lsite verdienen m.M. nach 9/10 - 10/10. diese filme als schema f zu bezeichnen ist wirklich nicht angebracht :-(
leisten kann man sich das schon ja ;-)
und hier auf filmtipps.at sind bewusst subjektiv verfasste rezensionen zu lesen. das hebt uns ein wenig von der konkurrenz ab finde ich.
und filme sind immer etwas individuelles.
fight club bekommt von mir übrigens auch sofort eine 10/10! :-)
Djan | 14.10.2017 17:12
und wenn ich sage "kommt an fight club ran" bedeutet das nicht in jedem fall dass die werke unbedingt genauso gut waren, sie kommen aber zumindest in die nähe der qualität von FC
dokk | 16.10.2017 12:19
ich bin da ein bisschen kritischer . in den letzten jahren gab es glaub ich eine lupenreine höchhstnote von mir (the lobster) .

- "vor allem there will be blood, the master, the tree of life sind werke die ihres gleichen suchen. the revenant: wahnsinns film." - habe ich alle nicht gesehen bisher .
Harald | 16.10.2017 12:40
The Revenant nicht gesehen??? Diese Bildungslücke solltest du aber schnellstens schließen!
Djan | 16.10.2017 13:39
@dokk Eben! Die drei anderen Filme genauso. Würde mich sehr interessieren wie du die bewertest.
dokk | 16.10.2017 16:35
uh , nur schon die beschreibung von the revenant war wahnsinnig anstrengend . ist irgendwie nicht mein genre , dieses "ein mann gegen die natur"-ding . und "problemfilme" mag ich lieber eine nummer kleiner , ohne die absoluten top-stars und 100 mio budget (boyhood zum beispiel hat mir gut gefallen) .
10 punkte kriegt ein film eh nicht , wenn mich der schluss nicht umhaut . 10 punkte , das heisst ja schliesslich "besser geht's nicht" .
dokk | 16.10.2017 16:37
btw : der letzte oscar-abräumer , der mich umgehauen hat , war wohl "the silence of the lambs" .
Harald | 16.10.2017 20:21
Der ist aber auch schon eine Zeit lang her ... :
Djan | 16.10.2017 20:43
@dokk also mann muss sich schon auf verschiedene dinge einlassen ;-) da draußen sind ne menge Filme die das schweigen der Lämmer das wasser reichen
dokk | 17.10.2017 08:38
nein , die intensität von "the silence of the lambs" , erreichen nicht "viele filme" . da bin ich echt total geflasht ausm kino gekommen , etwa wie bei "aliens" .

ja , viele gute filme , aber das bessere ist der feind des guten . ganz an der spitze ist die luft echt dünn . wenn ein film ein bisschen weniger gut ist als die besten , gibt's keine 10 , ganz einfach . in meinem leben haben höchstens ein dutzend filme die höchstnote erreicht , rückblickend .

leider fehlt mir die zeit , mich auf alles einzulassen , was gut sein könnte . sogar ihr werdet eine gewisse vorauswahl treffen müssen , nehme ich an.
>> antworten
lalilulelo | 11.10.2017 20:10
falls spoller da sind ignoriert sie:
zuerst mal: bild 6/7 auf der rechten seite des textes ist doch aus blade runner? ist das beabsichtigt?
ich schlage einen neuen titel für den film vor , dann wäre ich nicht überrascht wieso sich gosling die ersten zwei stunden in zeitlupe bewegt. wenn sich gosling in normaler geshcwindigkeit fortbewegen würde wäre der film sicher 20 min kürzer, was dem film nicht geshcadet hätte.
ich bin ein sciece fiction fan und ich habe einen scifi film erwartet, was ich aber sah war ein cgi thriller und ich hasse thriller. wenn ich mir was debiles ansehen will, dann gucke ich monk,derrick oder die empfehlungen von harald (böse, böse ;))
nach der fünfzenten "wendung" bin ich am frühen nachmittag im kino eingepennt.
was die AI-liebesbeziehung in diesem film angeht, schaut euch aus 2013 an, dann merkt ihr den unterschied
lalilulelo | 11.10.2017 20:16
...ich schlage einen neuen titel für den film vor "blade walker"...
...schaut euch "HER" aus 2013 an...

Harald | 11.10.2017 23:46
"Her" hab ich natürlich gesehen. Konnte aber die angebliche Genialität nicht erkennen. Aber ich hab mich immerhin ein bissl in Scarlett Johannsons Stimme verknallt.
Zu Blade Walker :-) Ja, stimmt schon, sehr lang und sehr laaaangsam. Aber wenn man sich mal auf den narkotisch/hypnotischen Flow eingelassen hat, will man gar nicht mehr raus. Was für irre Bilder. Was für ein unglaublich geiler Sound. Kann Djans Bereicht nur bestätigen: Das Kino hat vibriert bis in die letzte Reihe. Was für ein geiles visuell-akustisches Ganzkörpererlebnis.
Djan | 12.10.2017 22:55
auf alle fälle! hammer film. laliluleo kennst du das original von blade runner?! wenn ja verstehe ich nicht wie deine erwartungen in irgendeine richtung entta
äuscht werden konnten! man weiss doch worauf man sich einlässt (vorrausgesetzt man kennt das original)
dokk | 13.10.2017 12:53
nur weil man das original kennt (und liebt) heisst das noch lange nicht , dass man eine fortsetzung erwartet , die so krampfhaft versucht , wie das original auszusehen und zu klingen . die meisten charaktere sind nur modifizierte versionen von personen aus dem vorgängerfilm . etwas mehr risikofreude hätte ich mir schon vorstellen können , beziehungsweise gewünscht .
Tom | 14.10.2017 02:04
Aber einen film aufrund eines genres zu kritisieren find ich auch sehr interessant. Abgesehen davon sind ja Villeneuves filme nie sonderlich spritzig unterwegs , auch arrival nicht, der übrigens das rad auch nicht neu erfunden hat (muss ein film auch nicht) - slaughterhouse nr. 5 von kurt vonnegut. Und wieso immer tentakel? Versteh mich nicht falsch, finde arrival super. Aber man kann doch wie djan sagt nicht in diesen film gehen und ihn aufgrund des genres hassen... Das ist dann ja deine Schuld und nicht die des films. Blade runner, buch und film, sind ja im noir stil unterwegs... Thriller wie du sagst. Also... Versteh ich nicht.
>> antworten
Tom | 11.10.2017 17:03
Ein wirklich großartiger Film. So sollten reboots oder sehr verspätete sequels etc. aussehen. Leider ist das selten der Fall. Der Film orientierte sich mehr an dick's buch und baute die (zum Teil nur angerissenen) Themen des Originals wunderbar aus. Groß überraschend fand ich den Film jetzt auch nicht, jedoch muss er das auch nicht sein. Mir fehlte ein bisschen die magie und poesie von scott's film. Diese verspieltheit. Jedoch hat mir der film die augen wieder ein bisschen mehr geöffnet und mir beim besseren Verständnis des ersten films geholfen. Aber naja, beides ganz großes Kino. Schauspielerisch fand ich ja Gosling gut, mich faszinierten aber vielmehr die nebendarsteller, allen voran dieser weibliche endboss... Hab mir fast ins hemd gemacht. Auch ford superb. Aber wie du sagst, war auch froh dass Villeneuve die regie übernommen hat. Wenn ich mir scotts neuere filme so ansehe, bin ich mir nicht sicher, ob er nicht ein bisschen senil geworden ist. Und über villeneuves beste arbeit kann man streiten... Fand ja incendies auch ziemlich grandios.
>> antworten
dok | 11.10.2017 08:25
Vielleicht wollte Villeneuve auch deshalb nicht, dass Reviews über die Story berichten, weil er selber irgendwann gemerkt hat, dass diese ziemlich dünn und weitgehend überraschungsfrei geraten ist? Denn, ganz ehrlich, jede "Wendung" habe ich von weitem kommen sehen. Da hätte ich mehr erwartet, etwa so wie in "Arrival". "ATMOSPHÄRE" in allen Ehren, aber das alleine reicht nicht, so schön sie auch ist.
Djan | 11.10.2017 16:48
Was genau war denn so dünn am Skript?
dok | 12.10.2017 09:27
es war alles ziemlich durchsichtig und leicht voraussehbar . gut und böse alles klar geregelt und überraschungsfrei , und zum schluss wird's sogar noch cheesy .
>> antworten
Harald | 10.10.2017 14:37
Wunderschön, danke!
... Und ich dachte schon, ich bin der einzige, der sich bei Trailern die Augen zuhält, vor allem bei jenen, die eh gleich den halben Film spoilern.
Djan | 10.10.2017 14:43
Merce! Gerne!
Ja das erfordert echt Durchhaltevermögen so lange Zeit keine spoiler ab zu bekommen :-)
>> antworten


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