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52 Pick-Up

52 Pick-Up

THRILLER: USA, 1986
Regie: John Frankenheimer
Darsteller: Roy Scheider, Ann-Margret, Vanity, John Glover, Kelly Preston

STORY:

Als der erfolgreiche Bauunternehmer Harry Mitchell nach einem langen Arbeitstag nach Hause in die Luxusvilla kommt, trifft er dort nicht seine Frau an, sondern drei böse Buben mit Gesichtsmasken. Die Eindringlinge spielen ihm ein Video vor. Der Hauptdarsteller des Videofilms kommt Harry sehr bekannt vor. Es ist er selbst, in Begleitung einer viel zu jungen Dame. Die Mistkerle haben ihm beim Seitensprung gefilmt - dem ersten und einzigen in 23 Jahren Ehe. Behauptet er zumindest. Nun soll Harry eine Stange Geld bezahlen, damit niemand von seiner Verfehlung erfährt. Nicht mit Harry. Wer so heißt, hat bekanntlich Eier wie Stahl. Harry wird nicht zahlen. Lieber sucht er die Konfrontation mit den Mobstern ...

KRITIK:

Es ist ein eigenartiges Gefühl, einen gar nicht mal so alten Film zu sehen, bei dem die meisten Mitwirkenden tot sind. Regisseur John Frankenheimer, Hauptdarsteller Roy Scheider, Co-Star Vanity, Drehbuch-Autor Elmore Leonard und Produzent Menahem Golan, sie alle weilen nicht mehr unter uns.

Der Film stammt aus dem Jahr 1986, der Blütezeit der Produktionsfirma Cannon. Nach Tradition des Hauses wird schnörkellose Männerfilmkost härteren Zuschnitts versprochen und gehalten. Das kriminelle Geschehen zeichnet sich durch eine beträchtliche Grimmigkeit aus, die dem Film seinerzeit eine Indizierung eingebracht hatte.

52 PICK-UP mag nicht der beste John Frankenheimer sein (da käme der späte RONIN eher in Betracht), doch als kleiner, spannender und bemerkenswert sleaziger Actionkrimi fliegen dem Film auch heute noch die Herzen zu. "Masterpiece", meint Facebook-Freund Paul. Ich widerspreche nicht grundsätzlich, werfe aber ein, dass der Film seinem exzellenten Ruf leider nicht vollends gerecht wird.

Er ist eindeutig B-Liga. Erste B-Liga, Cannon eben. Wer die Hervorbringungen des Hauses liebt, kann selbstredend nichts falsch machen: Routinierte Action, solide Spannung, charmante Bösewichte, denen man bestimmt gerne in einer finsteren Seitengasse begegnet und viel nackte Haut (Vanity!) runden den kurzweiligen, politisch unkorrekten Spaß ab. Und zwei Jahrzehnte vor dem Serbian Film gab es eine (no na gestellte) Snuff-Sequenz, bei der es mich ordentlich gerissen hat. Und zwar fieserweise erst, nachdem sie vorbei war. Aber seht selbst ...

Die DVD von 2004 ist weitgehend vergriffen. Meine Silberscheibe bekam ich um wohlfeile 7 Euro von Amazon UK geliefert. Wie bei allen MGM-Veröffentlichungen aus dieser Zeit gibt es exakt null Extras, aber diverse Tonspuren, auch eine deutsche. Kann man zugreifen.

52 Pick-Up Bild 1
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FAZIT:

John Frankenheimers 1986 für Cannon inszenierter Thriller 52 PICK-UP erweist sich als spannender, unterhaltsamer und bemerkenswert sleaziger Achtziger-Harte-Männer-Krimi. Kann mann nix falsch machen.

WERTUNG: 7/10
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