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GOOD MOVIES FOR BAD PEOPLE
Transsiberian

Transsiberian

THRILLER: E/D, 2008
Regie: Brad Anderson
Darsteller: Woody Harrelson, Emily Mortimer, Kate Mara, Ben Kingsley

STORY:

Ein amerikanisches Touristenpaar gönnt sich einen Trip mit der Transsibirischen Eisenbahn. 10000 Kilometer von Peking bis nach Moskau geht die Reise. Diese verläuft, so viel darf verraten werden, nicht ganz nach Plan: Ein aufdringlicher Latin Lover, seine schweigsame Freundin und ein zwielichtiger Polizist sorgen dafür, dass die beiden in höchste Gefahr geraten ...

KRITIK:

Regisseur Brad Anderson hat 2004 mit dem düsteren Thriller THE MACHINIST nachdrücklich auf sich aufmerksam gemacht. Höchste Erwartungshaltung also für sein neues Werk TRANSSIBERIAN.

Gleich vorweg: TRANSSIBERIAN unterläuft die Erwartungshaltungen und Genre-Konventionen auf ziemlich originelle Weise. Wähnt man sich anfangs noch in einem Roadmovie (besser: Rail-Movie, der Film spielt schließlich fast zur Gänze in einem Eisenbahnzug), der sich viel Zeit für die Einführung seiner Figuren gönnt, nimmt die Spannung zusehends an Fahrt auf.

Irgendwann mutiert TRANSSIBERIAN zum beklemmenden Psychothriller, der genüsslich falsche Fährten legt und einige höchst unerwartete Wendungen bereithält. Die zu Filmbeginn von einem Mitreisenden ausgesprochene Empfehlung, der russischen Polizei bloß aus dem Weg zu gehen, erweist sich als durchaus berechtigt. Wie schon in HOSTEL ist der wilde Osten eindeutig Feindesland, wo es nur so wimmelt vor dubiosen Gestalten mit wenig menschenfreundlichen Absichten…

Das muss auch unser unschuldiges, kreuzbraves all-american couple erfahren, das auf der vermeintlichen Urlaubsreise durch Russland einen wahren Albtraum erlebt - der hier natürlich nicht gespoilert werden soll.

Nur soviel: Brad Anderson, der auch das Drehbuch verfasste, hat einen hochspannenden Thriller abgeliefert, der gleichermaßen von seinem ungewöhnlichen Schauplatz wie von der Stärke der Schauspieler profitiert.

Die einzige kleine Schwierigkeit, die der Autor dieser Zeilen mit dem Film hatte, liegt in einem Handlungsdetail: Die Hauptfiguren sind nämlich amerikanische Evangelikale, die von einer Mission in China (ausgerechnet!) zurückkehren. Mit Bibeltreuen sympathisieren zu müssen, ist für meine Wenigkeit durchaus eine gewisse Herausforderung. Aber andererseits: Dass ausgerechnet der Natural Born Killer a.D. Woody Harrelson hier einen strenggläubigen Menschenfreund spielt - und das ziemlich überzeugend - hat ja auch schon wieder was.

FAZIT:

THE MACHINIST-Regisseur Brad Anderson schickt Woody Harrelson und Emily Mortimer auf eine mörderische Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn. Stilbewusstsein, Suspense, Surprises: Alles da! Und als Zugabe noch der große Ben Kingsley - natürlich in einer Baddie-Rolle. Dringender Tipp für Freunde ungewöhnlicher Thriller!
In diesem Sinne: "Your wife has a problem with the Truth!"

WERTUNG: 8 von 10 Schnappschüssen
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Dein Kommentar >>
Bernhard | 17.10.2010 00:05
Gerade gesehen, hat mir auch sehr gut gefallen. Ich hatte an mehreren Punkten das Gefühl, dass die Handlung sich festfährt und sich das Ganze zu einfach "auflöst", aber der Film hat jedes mal wieder Fahrt aufgenommen, ohne dabei zu unlauteren Mitteln zu greifen.

Ich mag solche Filme. Deshalb auch von mir 8/10 ...

Der Bibel-Quatsch hat mich zwar auch gestört, war aber zum Glück nur angedeutet und nicht aufdringlich ... quasi "fyi, die sind religiös" ;)
>> antworten
Nic | 09.08.2009 01:31
war in ordnung, aber nicht mehr als 7/10 mMn. ist einfach hauptsächlich starbesetzt und nicht sehr aufregend.
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