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Unser tglich Brot

Unser täglich Brot

DOKU: A, 2005
Regie: Nikoalus Geyrhalter
Darsteller: -

STORY:

Dokumentarfilmer Nikoalus Geyrhalter wirft einen Blick hinter die Kulissen der Nahrungsmittel-Industrie...

KRITIK:

Wenn es einen Bereich gibt, in dem das österreichische Kino wirklich überzeugen kann, dann ist es der Dokumentarfilm.

Darwins Nightmare, Hubert Saupers brutale Doku über die Schattenseiten der Globalisierung, wurde für einen Oscar nominiert.

"We feed the World" lockte sensationelle 180.000 Besucher in die heimischen Kinos. Workingman's Death zeigte unfassbare Bilder vom ganz normalen Wahnsinn körperlicher Schwerstarbeit im 21. Jahrhundert, und die Kärtner "Ortstafel"-Doku Artikel 7 - Unser Recht war immerhin politisch brisant genug, um vom ORF kurzfristig aus dem Programm gekickt zu werden ...

In Unser Täglich Brot wirft der Dokumentarfilmer Nikoalus Geyrhalter einen Blick hinter die Kulissen der Nahrungsmittelindustrie. Wie es dort aussieht, kann man sich ja ungefähr vorstellen. Und doch wieder nicht. Geyerhalter zeigt eine beinahe surreale Parallelwelt, in der Maschinen wie aus einem Science Fiction-Film unsere Nahrung schlachten, ausweiden, zerkleinern, sortieren und tiefkühlregalgerecht verpacken.

Vollautomatisch, industriell, in Fließbandproduktion. Menschen treten hier, wenn überhaupt, nur als Randfiguren auf, in Schutzanzügen oder mit blutverschmierten Schlachter-Schürzen.

Geyrhalter macht das Unbehagen, das einen bei Begriffen wie "Massentierhaltung" und "industrialisierte Landwirtschaft" beschleicht, sichtbar. Und zwar auf ziemlich drastische Art. Mich wundert es ja, dass der Filmemacher die Drehgenehmigung für all diese Legebatterien und Schlachthöfe bekommen hat. Denn der Film ist durchaus geeignet, das Publikum zu Vegetariern zu machen. Oder zu militanten Tierschützern ...

Interessant ist auch die formale Gestaltung dieser Doku: Es gibt keinen Kommentar, keine Interviews, im gesamten Film wird kein einziges Wort gesprochen. Alles was man hört, ist der Lärm der Maschinen. Denn die Bilder, in eindrucksvoller Breitwand-Optik fotografiert, sprechen ohnedies für sich.

Unser täglich Brot Bild 1
Unser täglich Brot Bild 2
Unser täglich Brot Bild 3
FAZIT:

Ein weiterer überzeugender Dokumentarfilm made in A: Unbedingt sehenswert, diskussionswürdig, nicht wirklich leicht verdaulich. Und auch in künsterlischer Hinsicht beeindruckend.

WERTUNG: 8 von 10 Hitchcock-mäßigen Sprüh-Angriffen auf ein Sonnenblumen-Feld..
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