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Eaten Alive - Im Blutrausch

Eaten Alive - Im Blutrausch

OT: Eaten alive
HORROR: USA, 1977
Regie: Tobe Hooper
Darsteller: Neville Brand, Mel Ferrer, Marilyn Burns, William Finley

STORY:

Im Sumpfland der Bajous steht das heruntergekommene Starlight Hotel, das von einem psychotischen Serienkiller unterhalten wird, der sich hinterm Haus ein Killerkrokodil als Haustier hält. Im Verdauungstrakt dieses gefräßigen Reptils landet dann auch das Gros der Kundschaft… - aber nicht bevor sie zuvor nicht Bekanntschaft mit der Sense des Gastgebers gemacht haben...

KRITIK:

Das TEXAS CHAINSAW MASSACRE ist jedem Horrorfilmfan (und wohl auch jedem Horrorfilmgegner) ein Begriff. Anno 1974 hat Tobe Hooper mit diesem Streifen das Backwoods-Horrorgenre definiert und einen rüden Klassiker geschaffen, der ungeachtet seines relativ geringen Blutgehalts von Zensoren und Idioten gerne als Paradebeispiel für den ach so bösen Splatterfilm hergenommen wird. Weitaus weniger bekannt ist Hoopers zweites (btw. blutigeres) Werk EATEN ALIVE (aka DEATH TRAP aka BLUTRAUSCH). Vom gleichen Team (Regisseur Hooper, Drehbuchautor Henkel, Produzent Rustam, Scream Queen Burns) wie das BLUTGERICHT IN TEXAS bewerkstelligt ist auch EATEN ALIVE ein dreckiger, aber guter Terrorflick in "ländlichem" Südstaatenambiente geworden.

Im Grunde ist er die Verbeugung Hoopers vor PSYCHO. Eine abgelegene Herberge, ein geisteskranker Betreiber und Gäste, die die Gastfreundschaft des Hauses in den seltensten Fällen überleben. Denn wo Norman Bates im Hitchcock-Klassiker seine Mutter hatte, hat der EATEN ALIVE-Psychopath ein riesiges Krokodil als Schoßtierchen. Und das bringt eine ganze Schippe Tierhorrorfeeling in eine Geschichte, die sich ansonsten an die in TCM eingeführten Gesetzmäßigkeiten des Terror-Movies hält.

Neville Brand als Bajou-Bates gibt eine manische Vorstellung, doch das Kultpotential eines Leatherface erreicht er auch mit ständigem Gebrabbel und explosionsartigen Gewaltausbrüchen nicht.

Dennoch ist EATEN ALIVE stellenweise recht verstörend und unbequem, weil nicht nur der Antagonist, sondern auch die Opferseite mehr als nur einen Dachschaden in ihren Reihen hat. Anscheinend liegen psychotische Schübe den hier handelnden Personen im Blut. So gibt es viele Grimassen, viel Geschrei und Gekicher im Film und das ist bisweilen ebenso nervig wie der atonale Score, der zwar den allgemein vorherrschenden Geisteszustand zu beschreiben weiß, aber alles andere als ein Ohrenschmaus ist. Trotzdem ist EATEN ALIVE besser als sein Ruf, weil recht spannend, recht blutig, schnörkellos und dreckig.

Auch darstellerisch hat der Film einiges zu bieten. Neben der bereits erwähnten Marilyn Burns ist auch der ganz junge Robert "Freddy Krueger" Englund in einer seiner ersten Rollen zu sehen. Außerdem am Start das PHANTOM OF THE PARADISE William Finley als Krokodilfutter und nicht zu vergessen Mel Ferrer.

FAZIT:

Im Starlight Hotel wird Kundenservice groß geschrieben. Der Gast hat die Wahl, entweder von einem Irren mit der Sense rasiert oder von einem Krokodil gefressen zu werden… -
Der Tribut an PSYCHO vom KETTENSÄGENMASSAKER-Team. Im Ergebnis eher kein Suspense a la Hitchcock, sondern blutiger 70er Jahre Backwoods-Horror wie ihn die Amis damals einfach drauf hatten. Ein kleines "Yee haw"-Erlebnis für Freunde der Schandtaten psychopathischer Hinterwäldler…
Das DVD-Label epiX bringt den Film in neuer Abtastung und erstmals UNCUT in die Regale.

WERTUNG: 7 von 10 Holzprothesen
TEXT © Christian Ade
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Nic | 09.07.2009 11:17
leider ist sogar die jk fassung cut und nicht ansehbar. außerdem zu trashig für mich ;)
Harald | 09.07.2009 11:57
moment mal, epix ist ein seriöses label. wenn da uncut draufsteht, ist auch uncut drin. die gekürzte fassung ist von laser paradise.
Nic | 09.07.2009 13:53
stimmt ich beziehe mich auf die alte fassung die ich gesehn hab. wie sie den uncut mit KJ bekommen haben ist mir ein rätsel? anyway, ich werd ihn eh kein 2. mal ansehen..
ghostdog | 21.09.2009 15:21
EATEN ALIVE ist cut und uncut ein völlig mieser Streifen mit einem schlecht gemachten Pappkroko und sogut wie keinen nennenswerten Gore- oder Splatterszenen. Langweilig und uninteressant. Der Ausspruch in Tarantino`s Kill Bill "Mein Name ist Buck und ich bin hier für einen Fuck" stammt im Original übrigens aus diesem Machwerk!
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