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GOOD MOVIES FOR BAD PEOPLE
The Producers

The Producers

KOMÖDIE/MUSICAL: USA, 2005
Regie: Susan Stroman
Darsteller: Nathan Lane, Matthew Broderick, Uma Thurman

STORY:

The Producers Der glücklose Broadway-Produzent Max Bialystock (Nathan Lane) und sein verklemmter Buchhalter Leo Bloom (Matthew Broderick) wollen mit einem Flop das große Geld machen. Sie stellen das grauenvollste Stück auf die Beine, das der Broadway je gesehen hat: "Springtime for Hitler" - geschrieben vom geisteskranken Nazi Franz Liebkind, der auch gleich die Hauptrolle übernimmt. Als der kalkulierte Flop zum Riesenhit wird und "Hitler" Amok läuft, finden sich unsere Produzenten erst mal in Teufels Küche wieder ...

KRITIK:

The Producers Ich liebe ja tiefe Schmähs. Wenn sich in einem Lied "Satisfaction" auf "Erection" reimt und eine 75-jährige Oma mit einem schmierigen Mitfünfziger ein Rollenspiel names "Das jungfräuliche Milchmädchen trifft den gutbestückten Stallburschen" spielt, hat sich die Kinokarte schon gelohnt.

In dieser Hinsicht hat The Producers, das Remake von Mel Brooks gleichnamigem Film von 1967, natürlich einiges zu bieten. Und wenn sich der "Meister des schlechten Geschmacks" (Zitat Falter) noch anschickt, einen gewissen Adolf Elisabeth Hitler zum Deppen zu machen, klettert meine Vorfreude gleich ins Unermessliche.

The Producers Moment - Adolf Elisabeth Hitler??? - "Jah. Dat vas his middle name. Not many people know zis, but der Führer vas descended from a long line of English queens." Humor a la Mel Brooks eben. Auch wenn der Meister hier den Regiestuhl der Broadway-erfahrenen Susan Stroman überließ. Ein halbes Dutzend Schmähs über verblödete Nazis sind wirklich zum Niederknien, ein weiteres Dutzend zumindest brauchbar.

Das Problem ist nur: Wir haben es hier mit einem Musical zu tun. Gut 80% der Handlung wird gesungen - und das kann, in Verbindung mit dem penetrantem - nona - Musical-Sound- doch ein wenig an den Nerven zerren. Zumal der Film Beinahe-Überlänge (132 Minuten) hat. Überlänge hat auch Uma Thurmans Filmname: "Und wie heißen Sie, mein Kind?" - "Ulla Inga Hansen Bensen Yonsen Tallen-Hallen Svaden-Svanson. Das war der Vorname." Tja.

Uma Thurman ist übrigens ziemlich gut als Eva Braun - mit schwedischem (!) Akzent, was dem farblosen Matthew Broderick furchtbar den Kopf verdreht. Ich hätte mir ja Edward Norton in dieser Rolle gewünscht ...

Gerettet wird der Film vom wie immer großartigen Will Ferrell. Als derangierter Lederhosen-Nazi Franz Liebkind hat der Mann die entscheidenden Lacher auf seiner Seite.
In diesem Sinne: "Ze penalty for braking ze Siegfried Oath is DESS! "

FAZIT:

Mel Brooks verarscht Hitler. So weit, so gut. Schade nur, dass diese Musical-Komödie trotz einem guten Dutzend ziemlich lässiger Schmähs über besseres Mittelmaß nicht hinauskommt. Oder hat einfach nur meine Musical-Allergie zugeschlagen?
Das beste Zitat kommt übrigens nach dem Abspann: "Don't forget to buy MEIN KAMPF in paperback. At Amazon.com."

WERTUNG: 6/10
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