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Black Sabbath - Die drei Gesichter der Furcht

Black Sabbath - Die drei Gesichter der Furcht

OT: I tre volti della paura
HORROR: I, 1963
Regie: Mario Bava
Darsteller: Boris Karloff, Susy Andersen, Mark Damon

STORY:

Eigentlich ziehe ich abendfüllende Spielfilme Anthologiestreifen vor, doch bei diesem Episoden(Horror-)film-Klassiker von Mario Bava wird mir warm ums Herz. I TRE VOLTI DELLA PAURA - zu deutsch DIE DREI GESICHTER DER FURCHT - hat mit seinem englischen Titel BLACK SABBATH nicht nur die gleichnamige Ex - Combo von Ozzy Osbourne in der Frage des Bandnamens inspiriert, sondern der Originaltitel ist auch gleich Programm. DREI GESICHTER DER FURCHT -passender hätte man das Kind nicht nennen können…

KRITIK:

Aber der Reihe nach. Los geht es mit "Das Telefon" - einem gialloesken (Psycho)-Kammerspiel, das nicht viel Raum und kaum Protagonisten für seine sowohl in der Handlung als auch in der Technik und Ausstattung spannende knappe halbe Stunde benötigt. Ein Thriller im Kleinformat, was die Laufzeit angeht, aber ein großer inpuncto Qualität.

Und dennoch hat sich Bava mit dieser Episode erst ein bißchen warmgeschossen; das wahre Feuerwerk kommt erst noch.

Und zwar schon in der nächsten Geschichte, diesem hochatmosphärischen Schauerstück namens "Wurdalak" mit Boris Karloff und Mark Damon. Nachdem man dieses nicht gesehen, sondern erlebt hat, bedauert man zutiefst, dass Bava aus diesem Stoff nie einen abendfüllenden Film gemacht hat. Ich bin mir sicher, damit hätte er sich ein zweites Mal nach DIE STUNDE WENN DRACULA KOMMT in der Ruhmeshalle des Vampirgenres unsterblich gemacht.

Aber auch eingebettet in einer der großartigsten Horroranthologien überhaupt, ist "Wurdalak" natürlich ein Klassiker. Denn hier ist einfach jede Szene ein düsteres Gemälde, welches von gespenstischer Atmosphäre und einer schaurigen Ton - und Musikkulisse erfüllt ist. Und mittendrin ein Boris Karloff, der nie furchterregender war…

Das dritte und letzte Gesicht der Furcht ist "Der Wassertropfen". Und darin spielen eine diebische Krankenschwester, ein garstig aussehender Leichnam, ein gestohlener Ring, eine Fliege und Wassertropfen eine Rolle. Und eben nur diese einfachen Dinge - und nicht etwa großen, tösenden FX-Budenzauber oder einen Tank Kunstblut - benötigt ein Meister, um dem Zuschauer das Fürchten zu lehren. Und Mario Bava - die Götter haben ihn selig - war eben ein wahrer Meister…

Black Sabbath - Die drei Gesichter der Furcht Bild 1
Black Sabbath - Die drei Gesichter der Furcht Bild 2
Black Sabbath - Die drei Gesichter der Furcht Bild 3
Black Sabbath - Die drei Gesichter der Furcht Bild 4
FAZIT:

Vergesst die CREEPSHOW! Dieser schwarze Sabbat mit seinen drei Gesichtern der Furcht ist der ehrfurchtsgebietende und unheimliche König aller Horroranthologien.
Klassisches Gruselkino der Extraklasse vom großen Mario Bava.

WERTUNG: 10 von 10 tropfenden Wasserhähnen
TEXT © Christian Ade
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