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Team America

Team America

ACTION, KOMÖDIE: USA, 2004
Regie: Trey Parker, Matt Stone
Darsteller: Alec Baldwin, Tim Robbins, Susan Sarandon, Michael Moore, Kim Yong Il

STORY:

Team America: Das ist eine Truppe von strohdummen Spezialagenten mit der Mission, die Welt vor bösen Terroristen zu beschützen. Dass die Einsätze meist schief gehen und nicht weniger Schaden anrichten als die Terroristen selbst, stört dabei niemanden. Niemanden? Doch, eine Gruppe liberaler Hollywood-Schauspieler, angeführt von Alec Baldwin, kann dem imperialistischen Treiben nicht länger zusehen. Und da war noch ein kleinwüchsiger Bösewicht namens Kim Yong Il, der gar finstere Pläne schmiedet.

KRITIK:


Team America Trey Parker und Matt Stone, die Schöpfer von South Park, haben wieder zugeschlagen. Team America ist ein Marionettenfilm, angelegt als specialeffects-lastige Parodie auf Dumpfbacken-Actionfilme Marke Jerry Bruckheimer.

Wer Parker und Stone kennt, weiß natürlich, was ihn erwartet. Es hagelt jede Menge derbe, mitunter etwas pubertäre Späße, garniert mit bösartigen Seitenhieben auf Bushs Anti-Terrorkrieg:

"Weapons of mass destruction", ein Begriff, der von Bush und seinen PR-Leuten so lange gebetsmühlen-artig widergekäut wurde, bis ihn wirklich kein Mensch mehr hören konnte, wird hier ganz cool mit "W.M.D." abkürzt.

Lustig auch, dass die US-Regierung komplett ausgespart wird. Kein Wunder, liegt doch die wahre Macht längst in den Händen der großen Konzerne - und der Hollywood-Stars.

Team America Wo Trey Parker und Matt Stone politisch wirklich stehen, wird dabei nicht ganz klar. Vermutlich nirgends. Ich persönlich halte sie für etwas kindische, im Grunde unpolitische Drübersteher, die ihre satirischen Giftpfeile in alle Richtungen verschießen. Links oder rechts, liberal oder konservativ, Parker und Stone kotzen (bildlich :-) auf alle politischen Lager.

Aber lassen wir sie die große Weltpolitik in ihren eigenen Worten erklären:

"We're dicks! We're reckless, arrogant, stupid dicks. And the Film Actors Guild are pussies. And Kim Jong Il is an asshole. Pussies don't like dicks because pussies get fucked by dicks. But dicks also fuck assholes. Assholes that just want to shit on everything. Pussies may think they can deal with assholes their way. But the only thing that can fuck an asshole is a dick, with some balls. The problem with dicks is they fuck too much or fuck when it isn't appropriate. And it takes a pussy to show them that. But sometimes pussies can be so full of shit that they become assholes themselves. Because pussies are a inch and half away from assholes. I don't know much about this crazy crazy world, but I do know this. If you don't let us fuck this asshole we're going to have our dicks and pussies all covered in shit."

Zugegeben, feine Satire klingt anders. Aber grobschächtige - ahem - Verarsche macht ja auch Spaß. Und allein Michael Moore als schwabbeliger Selbstmordattentäter ist die DVD-Leihgebühr wert. Bemerkenswert auch, dass die amerikanische Zensurbehörde dem Film strengstes Jugendverbot reindrücken wollte - wegen einer Sexszene, dargestellt von Marionettenpuppen (!).

FAZIT:

Wer den speziellen South Park-Humor mag, kommt hier voll auf seine Kosten. Der Rest wird diese Review wohl kaum bis hierher gelesen haben ...

WERTUNG: 7 von 10 Massenvernichtungswaffen
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Dein Kommentar >>
Ralph | 08.01.2008 11:26
Also einerseits war dieser Film sowas von öd, dass ich dreimal aufgeben wollte. Aber dann hätte ich die Rede verpasst, aber dann - schreckliche Vorstellung, so als ob man nichts von der Matrix wüsste!!!!- hätte ich den wichtigsten philosophischen Monolog aller Zeiten verpasst. Danke liebe Southpark- Macher. Nietzsche oder Kant hätten es nicht besser ausdrücken können ;-)
>> antworten
Furi Kuri | 08.08.2007 13:17
Wir sind hier der Meinung das der Film
überflüssiger Kack ist und mit Southpark Humor nix zu tun hatt.
Randle P. McMurphy | 14.04.2010 09:38
Platten in der Großhirnrinde ?
Team Amerika ist genauso politisch unkorrekt
wie South Park und gerade das ist ja auch das
was den Film ausmacht.
>> antworten
Kataklysm | 31.07.2005 11:22
was ich eben an den south-park machern schätze ist, dass deren produktionen niemals schwarz-weiß malen, sondern von beiden seiten den wahnsinn überspitzt auf den punkt bringen. so wie es eigentlich die tatsächliche welt auch ist. da es gibt keine guten und keine bösen.

die dick / vagina /asshole analogie finde ich überaus philosophisch und ist eigentlich ziemlich genial! (schade, dass sie hier nur gekürzt ist)

von mir 8/10 abgefeuerten raketen.
harald | 22.08.2005 19:27
die IST genial! und auf vielfachen Wunsch jetzt auch vollständig.
lg, h.
>> antworten
Patrasch | 01.06.2005 13:15
...wäre noch anzumerken, daß der Film - rein verbal gesehen - teilweise jugendgefährdende Inhalte transportiert...;-)
harald | 01.06.2005 15:38
... weshalb er eigentlich schnellstens verboten werden sollte. ich bin ja überhaupt der meinung, dass die menschen weniger fluchen und mehr beten sollten :-))
>> antworten


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